Gemeinschaftsgeschenk organisieren: Zusammenlegen ohne Durcheinander
Ein Gemeinschaftsgeschenk, auch Sammelgeschenk genannt, ist ein Geschenk, das mehrere Menschen gemeinsam bezahlen. Statt zehn kleiner Aufmerksamkeiten gibt es einen großen Wunsch: den Fernsehsessel zum 80. Geburtstag, die Kaffeemaschine zur Hochzeit, das Fahrrad zur Kommunion oder den Reisegutschein zum Abschied aus der Firma.
Die Idee ist einfach, die Organisation oft nicht. Wer macht mit? Wer gibt wie viel? Wer besorgt das Geschenk, und wem gibt man das Geld? Dieser Ratgeber zeigt, wie das ohne Durcheinander klappt, und beantwortet am Ende die zehn häufigsten Fragen.
Wunschliste mit Zusammenlegen anlegenWann sich Zusammenlegen lohnt
- Bei einem großen Wunsch. Wenn sich jemand etwas wünscht, das für eine einzelne Person zu teuer ist, etwa ein Möbelstück, ein Gerät oder eine Reise.
- Wenn jemand „schon alles hat“. Lieber eine Sache, über die sich die Person wirklich freut, als viele Kleinigkeiten, die im Schrank landen.
- Bei runden Geburtstagen, Hochzeiten, Taufen und Jubiläen. Hier schenken viele Menschen gleichzeitig, und ein gemeinsames Geschenk bleibt in Erinnerung.
- Im Kollegenkreis oder Verein. Zum Abschied, zur Geburt oder zum Dienstjubiläum sammelt meist ohnehin jemand. Mit klarer Organisation geht das schneller.
In fünf Schritten zum Gemeinschaftsgeschenk
- Wunsch und Preis festlegen. Am besten sagt die beschenkte Person selbst, was sie sich wünscht, zum Beispiel über eine Wunschliste. Sonst einigt sich die Gruppe auf ein Geschenk und einen ungefähren Preis.
- Alle informieren. Ein Link in die Familiengruppe oder an die Kollegen genügt. Wichtig ist, dass jeder sieht, worum es geht und was es kostet.
- Beträge eintragen. Jeder sagt, wie viel er dazugibt. So sieht die Gruppe, wie viel schon zusammen ist und wie viel noch fehlt.
- Einer besorgt das Geschenk. Eine Person meldet sich, bestellt oder kauft das Geschenk und legt das Geld aus oder sammelt es vorher ein.
- Anteile übergeben. Jeder gibt dem Besorger seinen Anteil: bar, per Überweisung oder mit einem Bezahldienst, den beide ohnehin nutzen.
Bei Schenkibox sind die Schritte 3 und 4 eingebaut. Soll es eine Überraschung werden, legt jemand aus der Gruppe die Liste an und wählt „Für jemand anderen“. Beim Wunsch wählt man „Mehrere legen zusammen“, die Gäste tippen auf „Ich gebe etwas dazu“ und wählen ihren Betrag, und einer meldet sich mit „Ich besorge das Geschenk“. Alle anderen sehen dann seinen Vornamen und wissen, wem sie ihren Anteil geben.
Wie viel gibt jeder?
Feste Regeln gibt es nicht. Diese Richtwerte sind in Deutschland verbreitet und helfen bei der Orientierung:
- Kollegen: meist 5 bis 10 Euro pro Person, bei engen Teams auch mehr.
- Freunde und Bekannte: 10 bis 30 Euro.
- Familie: 20 bis 50 Euro, bei sehr großen Wünschen oder nahen Verwandten auch darüber.
Wichtig ist, dass niemand unter Druck gerät. Am besten gibt jeder, was für ihn passt, ohne dass ein Betrag vorgeschrieben wird. Bei Schenkibox wählt jeder seinen Betrag selbst; zur Auswahl stehen zum Beispiel 10, 20 oder 50 Euro oder ein eigener Betrag.
Wer besorgt das Geschenk, und wohin mit dem Geld?
Das ist die Stelle, an der es am häufigsten hakt. Zwei Dinge sollten früh geklärt sein: Wer kauft, und wie kommt das Geld zu dieser Person.
- Ein Besorger, nicht drei. Wer sich zuerst meldet, übernimmt. Bei Schenkibox kann sich immer nur eine Person als Besorger eintragen; gibt sie die Aufgabe ab, kann jemand anderes übernehmen.
- Geld direkt übergeben. Bar bei der nächsten Gelegenheit, per Überweisung oder über einen Bezahldienst. Das Geld läuft nicht über Schenkibox, es gibt keine Gebühren und kein Sammelkonto.
- Erst kaufen, wenn genug zusammen ist. Der Fortschrittsbalken zeigt, wie viel zugesagt wurde. Fehlt am Ende etwas, kann die Gruppe ein günstigeres Modell wählen oder ein paar Euro nachlegen.
- Beleg aufheben. Für Umtausch und Garantie, und damit der Besorger zeigen kann, was es gekostet hat.
Sammelkasse oder Wunschliste mit Zusammenlegen?
Es gibt zwei Wege, ein Gemeinschaftsgeschenk online zu organisieren. Beide haben ihren Platz.
- Online-Sammelkasse: Ein Dienst sammelt das Geld tatsächlich ein, und der Organisator bekommt es ausgezahlt. Das ist praktisch, wenn sich die Beteiligten nicht persönlich sehen. Dafür braucht es meist ein Konto oder eine Anmeldung, und je nach Anbieter können Gebühren anfallen.
- Wunschliste mit Zusammenlegen: Hier wird nur festgehalten, wer wie viel dazugibt und wer das Geschenk besorgt. Das Geld geben sich die Beteiligten direkt. Das ist kostenlos und funktioniert ohne Konto, setzt aber voraus, dass man sich kennt und vertraut.
Schenkibox gehört zur zweiten Art. Für Familie, Freundeskreis, Verein und Kollegen, die sich ohnehin sehen oder einander überweisen können, ist das der einfachere Weg. Wer Geld von Fremden oder über große Entfernungen einsammeln muss, ist mit einer Sammelkasse besser bedient.
Ideen für Gemeinschaftsgeschenke
- Zum runden Geburtstag: ein bequemer Sessel, ein E-Book-Reader, ein Wochenende im Lieblingsort, ein gutes Fahrrad.
- Zur Hochzeit: eine hochwertige Küchenmaschine, Geschirr, ein Beitrag zur Hochzeitsreise.
- Zur Geburt oder Taufe: Kinderwagen, Autositz, Hochstuhl oder ein Sparbetrag fürs Kind.
- Zum Abschied oder Ruhestand: ein Reisegutschein, ein Erlebnis, etwas fürs Hobby wie Gartenwerkzeug oder eine Kamera.
- Für die Großeltern: ein Tablet für Fotos der Enkel, ein Hörgeräte-Zubehör, ein gemeinsamer Ausflug mit der ganzen Familie.
Mehr Vorschläge nach Alter und Budget liefert die Geschenkideen-Suche. Speziell für ältere Menschen gibt es den Ratgeber Geschenk für Oma.
Häufige Fehler
- Niemand fühlt sich zuständig. Ohne Besorger bleibt es bei guten Absichten. Deshalb früh klären, wer kauft.
- Der Betrag wird vorgeschrieben. Das bringt Menschen mit kleinem Budget in Verlegenheit. Besser: Jeder gibt, was er möchte.
- Zu spät anfangen. Zwei bis drei Wochen Vorlauf sind gut, damit bestellt und geliefert werden kann.
- Die beschenkte Person erfährt alles. Die Überraschung ist dahin, wenn sie mitliest. Bei Schenkibox sieht die beschenkte Person nie, wer was gibt. Organisiert jemand anderes das Geschenk, erfährt sie gar nichts davon.
- Kein Plan B. Wenn weniger zusammenkommt als gedacht: ein günstigeres Modell, ein Gutschein über den Betrag oder ein kleineres Geschenk mit Karte von allen.
Die 10 häufigsten Fragen
Was ist ein Gemeinschaftsgeschenk?
Ein Geschenk, das mehrere Menschen gemeinsam bezahlen, auch Sammelgeschenk genannt. Jeder gibt einen Betrag dazu, einer besorgt das Geschenk, und alle schenken es zusammen. Typisch ist das bei runden Geburtstagen, Hochzeiten, Taufen und im Kollegenkreis.
Wie organisiert man ein Gemeinschaftsgeschenk?
In fünf Schritten: Wunsch und Preis festlegen, alle informieren, Beträge eintragen, einen Besorger bestimmen und die Anteile übergeben. Am einfachsten geht das mit einer geteilten Übersicht, in der jeder sieht, wie viel schon zusammen ist und wer das Geschenk besorgt.
Wie viel gibt man bei einem Gemeinschaftsgeschenk?
Als Richtwert: unter Kollegen 5 bis 10 Euro, unter Freunden 10 bis 30 Euro, in der Familie 20 bis 50 Euro. Am besten gibt jeder, was für ihn passt. Ein vorgeschriebener Betrag setzt Menschen mit kleinem Budget unter Druck.
Wer besorgt das Geschenk?
Eine Person aus der Gruppe, die sich freiwillig meldet. Bei Schenkibox tippt sie auf „Ich besorge das Geschenk“. Alle anderen sehen dann ihren Vornamen und wissen, wem sie ihren Anteil geben.
Läuft das Geld über Schenkibox?
Nein. Schenkibox zeigt nur, wer wie viel dazugibt und wer das Geschenk besorgt. Das Geld geben sich die Beteiligten direkt: bar, per Überweisung oder mit einem Bezahldienst. Es gibt keine Gebühren und kein Sammelkonto.
Sieht die beschenkte Person, wer wie viel gegeben hat?
Nein. Wer die Wunschliste angelegt hat, sieht weder die Beträge noch die Namen. So bleibt es eine Überraschung. Die Gäste untereinander sehen die Summe, die Vornamen der Beteiligten und wer das Geschenk besorgt.
Brauchen die Beteiligten ein Konto oder eine App?
Nein. Alle bekommen einen Link, zum Beispiel per WhatsApp, und tippen ihn an. Es gibt nichts zu installieren und kein Passwort.
Was passiert, wenn nicht genug Geld zusammenkommt?
Der Balken zeigt früh, wie viel fehlt. Dann kann die Gruppe ein günstigeres Modell wählen, noch jemanden fragen oder ein kleineres Geschenk mit einer Karte von allen überreichen. Wichtig ist, erst zu kaufen, wenn die Summe ungefähr steht.
Kann man auch ohne Wunschliste zusammenlegen?
Ja. Die Liste kann aus einem einzigen Wunsch bestehen, zum Beispiel dem Geschenk zum Abschied einer Kollegin. Dann legt jemand aus der Gruppe die Liste an, wählt „Für jemand anderen“ und verschickt den Link an alle, die mitmachen. Die beschenkte Person erfährt nichts davon, und der Organisator sieht, wie viel schon zusammen ist.
Was kostet das?
Nichts. Die Wünschbox von Schenkibox ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Werbebanner.